Der Bezirksbeirat Süd hat dem Benennungsvorschlag mehrheitlich zugestimmt.
Margarete Hannsmann wurde am 10. Februar 1921 in Heidenheim als Tochter eines Volksschullehrers geboren, der ein großer Anhänger der Nationalsozialisten war. So wuchs sie zunächst als überzeugte Parteigängerin des NS-Regimes heran, entwickelte sich als junge Erwachsene jedoch allmählich zur Gegnerin des Nationalsozialismus.
Nach dem Ende ihrer Schulzeit absolvierte sie in Stuttgart eine Ausbildung zur Schauspielerin. 1943 heiratete sie den antifaschistischen Journalisten Heinrich F.C. Hannsmann. Dieser verstarb 1958. Margarete Hannsmann arbeitete anschließend als Lehrmittelhändlerin, Anzeigenverkäuferin sowie als Puppenspielerin, um sich und ihre beiden Kinder durchzubringen. Zwischen 1960 und 1967 reiste sie in Begleitung des Schriftsteller Johannes Poethen mehrfach nach Griechenland.
Ihre ersten Gedichte erschienen 1964. In rund 40 Jahren schriftstellerischer Arbeit schuf sie ein umfassendes Werk, das Lyrik, Romane, Autobiografien, Hörspiele und Reisebeschreibungen umfasst.
1967 begegnete Margarete Hannsmann dem Maler und Holzschneider HAP Grieshaber. Dies war der Auftakt eines gemeinsamen Lebens sowie zahlloser gemeinsamer künstlerischer Aktivitäten und Reisen. Grieshaber zog die bis dahin unpolitische Lyrikerin hinein in die öffentliche künstlerische und politische Auseinandersetzung und zeigte ihr seine und ihre Heimat – die Alb.
1981 wurde sie mit dem Literaturpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet, 1982 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Am 29. März 2007 starb Margarete Hannsmann in Stuttgart.


