Polizei
Weiterentwicklung der Gerontopsychiatrischen Dienste
Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Gabriele Müller-Trimbusch, hat im Sozial- und Gesundheitsausschuss am Montag, 5. Oktober, ein Resümee der bisherigen Arbeit der Gerontopsychiatrischen Dienste in Stuttgart gezogen.

2004 beschloss der Gemeinderat die Einrichtung von acht Gerontopsychiatrischen Diensten, den sogenannten GerBeras, als neues Angebot unter dem Dach der Gemeindepsychiatrischen Zentren.

Ziel der Dienste ist die Erhaltung und Förderung sozialer Alltagskompetenzen gerontopsychiatrisch erkrankter älterer Menschen, um ihnen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu erhalten. Die Verbesserung des Gesundheitszustandes, die Linderung seelischen Leidens sowie die Begleitung von Angehörigen sind weitere Schwerpunkte der Arbeit.

Die GerBeras haben sich zum Erfolgsmodell entwickelt: Im Jahr 2008 wurden etwa 1600 Klientinnen und Klienten betreut. Das sind 39 Prozent mehr als im Jahr 2006. Die Zahl der langfristig Betreuten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 31 Prozent. Etwa 70 Prozent der Menschen leben allein, über 40 Prozent gehören zu den sogenannten Hochbetagten über 80 Jahren. Mehr als 60 Prozent der Klienten leiden neben gerontopsychiatrischen Erkrankungen wie zum Beispiel Demenzen an zusätzlich behandlungsbedürftigen körperlichen Erkrankungen. Die Dienste arbeiten daher eng mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und Pflegediensten zusammen. „Wir verzeichnen eine enorme Nachfrage. Die GerBeras werden von Betroffenen und Angehörigen sehr gut angenommen, die Kooperation der verschiedenen beteiligten Stellen funktioniert. In einer Großstadt wie der Landeshauptstadt mit einem hohen Anteil alleinlebender älterer Menschen sind die GerBeras angesichts der demografischen Entwicklung ein innovatives Angebot und eine Investition in die Zukunft“, so Gabriele Müller-Trimbusch. “Die steigenden Fallzahlen bei gleichbleibender Personalausstattung stellen uns jedoch vor besondere Herausforderungen. Wenn sich Personalzuwächse nicht realisieren lassen, können Leistungseinschränkungen nicht ausgeschlossen werden“, so die Bürgermeisterin weiter.

Das Angebot ist für die Nutzerinnen und Nutzer kostenlos. Die Dienste sind montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Kontakt: Caritasverband Telefon 25 96 39-09, Evangelische Gesellschaft, Telefon  7 35 20 19, Klinikum Stuttgart, Telefon 2 78-2 26 88.





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Quelle: Pressemitteilung Stadt Stuttgart / 08.10.2009

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